Die Hymne für Sachsen

Die Komposition zur "Hymne für Sachsen" entstand 1995. Ursprünglich als Kandidat für eine gesamt­deutsche Hymne der Bundesrepublik Deutschland nach der Wiedervereinigung produziert, enthält sie Elemente der bundes­deutschen Hymne und der DDR-Hymne.
Dafür wurde das musikalische Stilmittel Klangcollage verwendet mit der Absicht, die Wiedervereinigung auch musikalisch darzustellen, nicht, um Motive / Ideen zu “klauen”. (Richtigstellung zum Artikel in der FP vom 05.09.2016)

2005 wurde der Text zur "Hymne für Sachsen" geschrieben und 2016 auf 3 Strophen vervoll­ständigt. Unser Sachsenlied "Frieden dir, mein Land der Sachsen" wurde als Arbeitstitel mit "Hymne für Sachsen" benannt, weil es von Beginn an musikalisch als Hymne verfasst und aus Liebe zur sächsischen Heimat geschrieben war - ein Lied und Instrumental für festliche Anlässe, nicht als Partyspaß. Die Aktivitäten der sächsischen Staatskanzlei und der Interessengemeinschaft Sachsenlieder/Landeshymne um Hymneninitiator Peter Knauke im Raum Dresden/Meißen, die sich für eine offizielle Hymne für Sachsen in den 1990er Jahren einsetzten, waren beiden Urhebern nicht bekannt. Das Sachsenlied "Frieden dir, mein Land der Sachsen" war praktisch eine unabhängige Chemnitzer Produktion. Der Arbeitstitel "Hymne für Sachsen" ist in diesem Zusammenhang nicht als anmaßende Statusfeststellung zu verstehen.

Die bundesdeutsche Hymne basiert auf dem Deutschlandlied. Der Text zum "Lied der Deutschen" wurde von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben 1841 auf Joseph Haydns Kaiserhymne "Gott erhalte Franz, den Kaiser" geschrieben.

1952 wurde durch Theodor Heuss die 3. Strophe des Deutschland­liedes zur National­hymne deklariert. Nach der "Wende" blieb das Deutschland­lied Hymne, ohne gesetzliche Grundlage. Im August 1991 wurde durch Bundes­präsident Richard von Weizsäcker und Kanzler Helmut Kohl festgelegt, dass die 3. Strophe des Liedes der Deutschen von Hoffmann von Fallersleben mit der Melodie von Joseph Haydn die Nationalhymne für das deutsche Volk ist.

Den Text zur Nationalhymne der DDR "Auferstanden aus Ruinen" schrieb Johannes R. Becher im Oktober 1949. Die Melodie komponierte Hanns Eisler. Der Ministerrat der DDR erklärte die Hymne "Auferstanden aus Ruinen" im November 1949 zur Nationalhymne der DDR. Die Hymne war im Alltag, in den Radioprogrammen und in den Lehrplänen der Schulen präsent und wurde mit komplettem Text gesungen und gespielt, wegen der Textphrase "Deutschland, einig Vaterland" ab 1970 bis zum Ende der DDR nur noch instrumental.

Thema Hymnen

Eine Hymne war ursprünglich ein Festgesang für Helden, Götter oder die Natur und das bereits ab dem 4. Jahrhundert (Syrien). Hymnen sind geistliche, kirchliche, liturgische Gesangs-, auch Instrumentalwerke mit betont feierlichem Charakter.

Es gibt National- und Landeshymnen, Firmen-, Vereins-, Club- und Parteihymnen. Sie müssen keinen Reim und keinen festen Strophenaufbau haben.